Testspiel: Angermünder FC - SV 90 Pinnow 4:4 (2:2)

von Rick Neßler

Kleiner Platz, viele Tore und viel Modder. Das Tauwetter sorgte für weichen Boden in der Uckermark, und so verlegte man das angesetzte Testspiel des SV 90 Pinnow (Landesklasse) gegen den Angermünder FC (Tabellenführer der Ostuckermarkliga) auf einen Ausweichplatz in Angermünde.
Für den urlaubsreifen Torwart Reiner Kubik hütete Philip Methke, Torwart und Spieler der Zweiten, den Kasten und für den verletzten Christoph Nagel rückte Robby Gäbler ins Mittelfeld. In den Anfangsminuten stellten die Platzherren die bessere Mannschaft. Besonders über ihre rechte Seite mit Tobias Schuchert und Paul Bittner legten sie den Grundstein für viele Angriffe, während die Sturmspitzen Marco Lehmann und Volkan Zafer im Defensivverbund der Pinnower gut aufgehoben waren. Nicht unverdient erzielte Bittner in der 12.Spielminute den 1:0 Führungstreffer. Voraus gegangen war ein Abstimmungsfehler zwischen Methke und Abwehrmann Rick Neßler, sowie ein harter Einsatz des Angreifers gegenüber dem Tormann. Der SV 90 besann sich aber nun auf seine Stärken und übernahm die Spielinitiative. Tobias Schmock versuchte sich oft mit Weitschüssen, ein solcher erreichte abgefälscht Gäbler, der Tormann Valentin Salzwasser zum 1:1 Ausgleich überlupfte (17.). Pinnow schaltete keinen Gang zurück und erzielte in der 35.Minute den verdienten Führungstreffer. Patrick Höfert bediente John Singert auf Linksaußen und dessen unplatzierter Schuss konnte der engagierte Marcel Meißner aus spitzem Winkel noch zum Torschießen verwerten (1:2). Bis zum Pausenpfiff wurde der AFC wieder stärker. Methke hielt zwar gut, aber nach einem abgefälschten Freistoß konnte auch er gegen Zafers 2:2 Ausgleichstor nichts anrichten (45.).
Der matschige Untergrund wurde zunehmend unbespielbarer, auch deswegen gab es in der zweiten Halbzeit vermehrt „Leerlauf“. Erst nach einer Stunde Spielzeit setzte sich das Spielerische wieder gegen kleineren Nickligkeiten unter den Kontrahenten wieder durch. Meißner bediente diesmal Singert, der jedoch nur das Außennetz traf (64.). Nach einer Ecke von dem eingewechselten Jan Hermann köpfte Kapitän Kevin Wilke zum 2:3 Führungstor ein (72.). Der SV90 war nun feldüberlegen und ließ Ball und Gegner laufen, erarbeitete sich sogar Chancen zum Führungsausbau. Doch Meißners Schwächen im Abschluss und Höferts Pech (Sein 20-Meter Schuss ging nur Zentimeter am Tor vorbei) hielten die Partie offen. Nach einem, in der Entstehung zweifelhaften, Freistoß konnte David Lange per Kopf zum 3:3 ausgleichen (83.). Der Gast präsentierte sich nun taktisch mangelhaft und Angermünde nutzte die großen Freiräume im Angriff. Der schnelle Bittner erzielte beim 4:3 sein zweites Tor in diesem Spiel (86.). Der im Strafraum gefoulte Singert und Höfert, der Salzwasser vom Elfmeterpunkt keine Chance ließ, sorgten für den versöhnlichen 4:4 Endstand.
Am nächsten Samstag erwartet der SV 90 Pinnow in der Landesklasse Nord zum Rückrundenstart die Falkenthaler Füchse.

AFC spielte mit: Valentin Salzwasser, David Lange, Robert Schön, Volkan Zafer, Paul Bittner, Tobias Schuchert, Paul Kielblock, Marco Lehmann, Marco Wroblewski (Frank Schmidt), Florian Schröter, Oliver Boche

SV 90 spielte mit: Philip Methke, Rick Neßler, Max Bartz, Oliver Werner, Tobias Schmock, Patrick Höfert, John Singert, Kevin Wilke, Robby Gäbler, Tom Schwertner (Jan Hermann), Marcel Meißner (Sebastian Engel)

Testspiel: SV 90 Pinnow - 1.FC Finowfurt 1:2 (0:0)

von Rick Neßler

Trotz spielerischer Überlegenheit und einer Vielzahl an guten Tormöglichkeiten verlor der SV 90 Pinnow sein erstes Testspiel in diesem Winter auf schneebedecktem Boden gegen den Tabellenführer der Barnimliga, dem 1.FC Finowfurt, mit 1:2.
Die erste Partie unter Neu-Trainer Dietmar Steffen brachte die ersten personellen Änderungen beim Gastgeber mit sich. So agierten vor der Dreier-Abwehrkette (Max Bartz, Oliver Werner, Rick Neßler) mit Tobias Schmock und Patrick Höfert zwei defensive Mittelfeldakteure. John Singert und Kevin Wilke besetzten die Flügel, während Christoph Nagel im Zentrum spielte. Im Angriff durften sich Marcel Meißner und Tom Schwertner von Anfang an probieren. Der Gast lief in den Anfangsminuten, zu diesem Zeitpunkt nur zu zehnt, Gegner und Ball hinterher. Pinnow spielte druckvoll, nur beim Torabschluss fehlte noch das Quäntchen Glück. Fast jeder Uckermärker bekam im Laufe des Spiels seine Torchance, doch Singert, Meißner und Schwertner vorneweg versiebten reihenweise guter Möglichkeiten. Finowfurt trug seinen Anteil an dem Spiel aber auch bei. Besonders durch den ballsicheren Fred Hörnicke und bei Standards zeigten die Gäste ihre Torgefahr. Nach der torlosen ersten Halbzeit kam Pinnow wieder gut aus der Pausenkabine, doch nun stellte sich Nagel im Mittelpunkt des Chancenvergebens, oftmals wurde aber auch der letzte Pass zu unkonzentriert gespielt. Und wie es im Fußball ist kontert der Gast nach einer Pinnower-Ecke durch Sascha Ehling und Hörnicke konnte seinen Querpass vor dem Tor zum 0:1 nutzen (60.). Da aus dem Spiel heraus an diesem Tag nichts gelingen wollte, benötigten die Platzherren einen Freistoß zum Ausgleich. Höfert schoss den Ball aus 20 Metern gefühlvoll in den Winkel (1:1, 72.). Nachdem Meißner nochmals eine Großchance nicht zum Torerfolg nutzen konnte stellte Robert Rückmann mit seinem Kopfballtreffer nach einem Freistoß nahe der Außenlinie den 1:2 Endstand her. Pinnow belohnte sich für sein ansehnliches Spiel nicht.

Trainigslager in Oberhof bringt gewünschte Kondition

von Rick Neßler

Zum zweiten Mal fuhr der SV 90 Pinnow ins 450 Kilometer entfernte Oberhof  (Thüringen). Das Wintertrainingslager wird somit wie Stralsund im Sommer zur Tradition. 16 Akteure, darunter die A-Junioren Philip Hermann, Max Bartz und Max Skalla, sowie Ex-Führungsspieler Marco Konitzer bolzten in insgesamt acht Trainigseinheiten an drei Tagen Kondition für die anstehende Rückrunde.

Der neue Coach Dietmar Steffen erfreute sich zum ersten Mal die nahezu komplette Mannschaft unter seinen Fittichen zu haben. Noch Freitag vor dem Aufstehen ging die Reise in der Uckermark los und nachdem unterwegs arbeits – und studientechnisch bedingt verhinderte Spieler aufgesammelt wurden, konnte kurz nach der Ankunft im verschneiten Oberhof die erste Trainingseinheit stattfinden. Das Hantieren auf schneebedeckten und in der Oberschicht vereisten Fußballplatz ging sofort in die Knochen. Noch vor dem Abendbrot konnte unter anderem Ex-Coach Uwe Höfert seine Zöglinge in der Halle bei Kraft – und Ausdauerübungen bestaunen. Wer beim reichhaltigen Abendbuffet sich zu viel vornahm, bekam es danach bei der letzten Einheit am Freitag in der Halle zu spüren. Untergebracht in drei Bungalows ließen die Spieler bei isotonischen Getränken den ersten anstrengenden Trainingslagertag ausklingen.
Das sich Max Bartz trotz vorheriger Krankheit noch zum morgendlichen Waldlauf wortlos meldete (nach diesem aber für den Rest des Wochenendes flach lag), spricht nicht für Vernunft aber Fußballerherz! Nach dem Frühstück frohlockte eine knapp zweistündige Pause die Spieler zum „Beine-Hochlegen“. Denn danach folgte der monotone Langlauf in den Thüringer Wäldern mit Skiern. Trotz Minusgrade zeigten die Akteure jedoch schwitzend eine bessere Performance als im letzten Jahr. Noch vor dem Abendbrot wurde nochmals in der Halle geschwitzt. Danach gab es einen freiwilligen Saunagang, ehe sich die meisten der Mitgereisten ins Nachtleben stürzten. Coach Steffen nutzte die Gelegenheit um seine Spieler nicht nur auf dem Platz, sondern auch auf der Tanzfläche zu beäugen. Einen befreienden Jubel gab es, als bekannt wurde, dass der frühstündliche Waldlauf anstatt halb erst um acht am Sonntag stattfinden wird. Die letzte Trainingseinheit nach dem Frühstück auf dem Fußballplatz unter freiem Himmel stellte einen gelungenen und spaßvollen Schlusspunkt der diesjährigen Reise dar.
Der Dank geht in erster Linie an die Organisatoren, die wie gewohnt für einen reibungslosen Ablauf sorgten und den Spieler, die nicht vergaßen, dass es sich nach getaner Arbeit besser feiern lässt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Halbserie 11/12 - Rückblick mit Kevin Wilke

von Rick Neßler

Mit 20 Punkten aus 15 Spielen und einem Torverhältnis von 28:32 steht der SV 90 Pinnow fünf Punkte vor einem Abtiegsplatz auf dem 8.Tabellenrang. Kapitän Kevin Wilke äußerte sich nun zur Hinserie.

Hallo Kevin, deine erste Halbserie als Kapitän des SV 90 Pinnow liegt nun hinter dir. Wie fällt dein Fazit aus und wie schätzt du deine eigene Leistung ein?


Ich bin ja in den vergangenen zwei Jahren häufiger als Kapitän eingesprungen und von daher ist die Situation nicht ganz neu für mich. Es ist natürlich eine Ehre für mich die Mannschaft meines Heimatvereins Woche für Woche auf`s Feld führen zu können, aber man sollte die Binde nicht überbewerten. Wir haben einige Redensführer in der Mannschaft, nur ich bin halt der, der von der ihr das Vertrauen bekommen hat die Mannschaft nach außen hin zu vertreten. 
Mit meiner Leistung bin ich nur teilweise zufrieden. Eine Verletzung am Anfang der Saison und zum Ende der Halbserie hat mich wieder einmal körperlich zurückgeworfen. Aber die Mannschaft zeigte gute Leistungen, von daher bin ich zufrieden! Für mich persönlich bleibt in der Rückrunde noch Raum zur Verbesserung.

Uwe Höfert erklärte nach über acht Jahren seinen Rücktritt als Trainer. Was bedeutete das für die Mannschaft und was kannst du über den neuen Coach Dietmar Steffen sagen?

Für die Mannschaft war das natürlich ein Schock. Aber es zeichnete sich ab, dass unser Uwe eine Pause benötigt. Die Mannschaft hat das verstanden und wir müssen nun mit einem neuen Coach zusammen arbeiten. Uwe hat viel aufgebaut in unserer Mannschaft und auch Erfolge gefeiert. Die kann uns und ihm keiner nehmen. Wir blicken auf eine klasse Zeit zurück und freuen uns auf den nächsten Abschnitt. 
Dietmar Steffen war schon einmal Trainer in Pinnow, aber vor meiner Zeit. Daher kann ich kaum etwas zum jetzigen Zeitpunkt sagen, da ich auch privat keinen Kontakt mit ihm hatte. Bei seiner Vorstellung erklärte er uns, wie er sich den Pinnower Fußball unter seiner Regie vorstellt. Ich habe da ein paar interessante Ansätze raus gehört und freue mich sehr auf die ersten Trainingseinheiten. Ich denke, dass er auch noch das Gespräch mit mir suchen wird. Er kann uns mit seiner Erfahrung als ehemaliger Fußballer und Trainer sicherlich weiter bringen! 


Was läuft in der Mannschaft bereits gut und wo gibt es noch Verbesserungspotenzial?


Wir haben in der Hinrunde mehr Punkte geholt als gewohnt. Ich denke, das kommt nicht von ungefähr. Wir haben eine junge Truppe die Fußball spielen kann und nun 2,5 Jahre Erfahrung auf Landesebene sammeln konnte. Ich finde unser Spiel ist reifer geworden und die Schwankungen aus der Vergangenheit konnten größtenteils abgestellt werden. Bis zum Strafraum lässt sich unser Spiel gut ansehen, aber dann fehlt die letzte Konsequenz. Wir müssen im Abschluss drauf packen, dann denke ich, dass wir auch den Klassenerhalt frühzeitig schaffen werden. Auch die Spielerdecke scheint dicker geworden zu sein, obwohl wir im Sommer Spieler abgegeben haben. Wir haben fast zu jedem Spiel eine gute Auswechselbank, das fehlte uns in den letzten Jahren noch. Unser größter Trumpf ist jedoch immer noch der Teamgeist!

Wie bereits im letzten Jahr fährt die Mannschaft Ende Januar nach Oberhof ins Wintertrainingslager, was bringt das?


Diese Trainingslager, ob Stralsund im Sommer oder Oberhof im Winter, sind eine klasse Abwechslung vom Trainingsalltag. Ich freue mich jetzt schon wieder auf die Skitour! Uns steht mehr Trainingszeit zur Verfügung und man kann den Schwerpunkt im Training breiter auslegen. Kraft und Ausdauer können besser geschult werden und man kann andere Trainingsmöglichkeiten wahrnehmen. Auch das Mannschaftsgefüge wird positiv beeinflusst. 
Man kann viel mitnehmen und bekommt auch mal eine andere Umgebung mit. Für alle die mitkommen wird das ein großer Spaß in Verbindung mit Qual(ität)!

Anmerkung: Mit Matti Glantz (18 Jahre, vom VfL Vierraden), Bastian Völker (18 Jahre, SG Crussow), Max Bartz (17 Jahre, eigene Jugend) und Philip Hermann (17 Jahre, eigene Jugend) stoßen vier junge Akteure in den Männerbereich und bestätigen die von Kevin Wilke angesprochene dicker werdende Personaldecke.
Allerdings verlässt auch Thomas Kascha (22 Jahre) den Verein und kehrt zu seinem Heimatclub dem Kerkower SC zurück. Wir wünschen ihm weiterhin viel Spaß und Erfolg.

Saisonvorschau: Es wird wieder schwierig

von Rick Neßler

Nach zwei sehr knappen Klassenerhalten (Jeweils mit nur sechs Toren besser) geht es für den SV 90 Pinnow in das dritte Jahr in Folge Landesklasse.
Die Hoffnung auf eine bessere Saison, um das Zittern bis zum letzten Spieltag zu vermeiden, ist auch in diesem Jahr wieder in den Pinnower Köpfen. Ebenso wie die Erwartung auf Leistungssprünge vieler junger Spieler, deren Potenzial selten ausgeschöpft wird. Jahr für Jahr beklagt man ebenfalls die angespannte Personalsituation. Und auch dieses Jahr verließen mit Marco Konitzer und Silvio Bock zwei wichtige Stammspieler den Kader. Hinzu gekommen sind Matt Hacker (18, vom Angermünder FC) und Matthias Bauer (20, vereinslos), die diese Lücke aber nicht schließen können. Vielmehr liegen berechtigte Hoffnungen auf „Rückkehrer“ Andy Konitzer, der eine sehr lange Zeit verletzungsbedingt der Mannschaft nicht zur Verfügung stand, sich nun aber wieder in guter Form zeigte und mit 26 Jahren der älteste Akteur sein wird. Auch Patrick Höfert (25), der nahezu die komplette Rückrunde 10/11 ausfiel, kann man als Neuzugang werten. Mit Max Bartz (Januar 2012) und Philipp Hermann (März 2012) stoßen in der Rückrunde talentierte Junioren in die erste Mannschaft. Sind alle Spieler am Bord, stellt man eine konkurrenzfähige Truppe. Da aber Sperren, Verletzungen und berufliche Zeitprobleme, wie bei jedem Team hinzukommen, geht der SV 90 Pinnow abermals in eine schwierige Saison. In solch eine geht Trainer Uwe Höfert nun schon zum neunten Mal hintereinander. Sein Abschied aus der Trainerfunktion war bereits beschlossen, er wurde verabschiedet und verdientermaßen geehrt. Doch da der Verein keinen neuen Trainer fand, bleibt Höfert weiterhin der Coach. Auch solche Geschichten passen zu „dem Dorfverein“.

Dass man spielerisch eine der schwächsten Vereine im Land ist, werden die meisten wissen. Doch bereits in der letzten Saison gingen die Tugenden wie Kampfeswille, Teamgeist und Heimstärke teilweise verloren. Hohe Niederlagen gegen Wandlitz (1:4) und Joachimsthal (0:5) mussten die treuen Zuschauer genauso wie schwache Heimspiele gegen Gransee (0:1) und Gramzow (2:3) hinnehmen. Entscheidend für den Verbleib in der Liga wird das Abstellen diesen Trends sein. Es wäre wünschenswert, wenn ein neuer Teamgeist entsteht, wo alles für den Erfolg des Vereins getan wird – und nicht nur abseits des Platzes. Als positives Beispiel dazu dient die Aussprache der Spieler ohne Trainerstab vor dem Heimspiel gegen Boitzenburg (1:0). Auch die bisher gute Zusammenarbeit mit der zweiten Mannschaft, deren Akteure bei Personalmangel aufrückten, sollte nahtlos fortgesetzt werden.
So startet der SV 90 Pinnow mit vielen Fragezeichen in das Spieljahr 2011/2012. Gleich zu Beginn erwartet man mit dem Aufsteiger Falkenthaler Füchse (A), dem VfB Gramzow (H) und Preußen Eberswalde II (A) wichtige Duelle.

Testspiel: SV 90 Pinnow - SV Uckermark Wilmersdorf 5:1 (3:1)

von Rick Neßler

Im letzten Test vor der am kommenden Wochenende startenden Saison siegte der SV 90 Pinnow nach einer dürftigen Leistung gegen den Kreisliga-Vertreter SV Uckermark Wilmersdorf mit 5:1.
Auf beiden Seiten fehlten einige Stammakteure, doch die Mängel lagen nicht nur im spielerischen Element, sondern mal wieder bei den Punkten Laufarbeit, Konzentration und Siegeswille. Nach einer kurzen Abtastphase kristallisierte sich der Favorit aus Pinnow zum spielbestimmenden Team. Bei sommerlichen Temperaturen konnte Thomas Kascha in der ersten halben Stunde auf sich aufmerksam machen, als er sich zweimal Rechtsaußen durchsetzte und somit das 1:0 durch Patrick Höfert vorbereitete (10.). Tobias Schmock (12.), Kascha (19.) und Rick Nessler (27.) besaßen zudem gute Weitschussmöglichkeiten, aber Gäste-Tormann Lars Stolpe war auf dem Posten. Trotz einigen schwerwiegenden individuellen Fehlern und eine, durch die mangelhafte Laufarbeit bedingte, Vielzahl an zu schnellen Ballverlusten erlebten die Zuschauer eine Fülle an Torchancen. Teilweise wurde die Pinnower Hintermannschaft mit einem einzigen Pass überfordert, so auch bei Alexander Wenzels 1:1 Ausgleich, der frei vor Reiner Kubik die Nerven behielt (20.). Philipp Hermann, A-Junior und neben Kascha die zweite Sturmspitze, präsentierte sich in guter Form, scheiterte nach einem Solo aber an Stolpe. (22.). Im zweiten Abschnitt des ersten Durchgangs wurde Wilmersdorf zwingender. Ronny Sobzig setzte sich gegen Andy Konitzer durch und traf mit seinem Schuss den Pfosten (26.). Tino Sobzig fand zehn Minuten später in Kubik seinen Meister. Zu der Frage, ob Pinnows Einstellung positiv (Ohne Zwang) oder negativ (lustlos) zu beurteilen ist, gab es verschiedene Meinungen, jedenfalls traf Christoph Nagel ungewohnt eiskalt zum 2:1 (37.). Als kurz vor der Pause Neßler rechts durchbrach und den Ball in den Rückraum spielte, konnte Hermann mit einem trockenen 16 Meter Schuss das 3:1 erzielen (42.).
Trotz Führung hießen die Kritikpunkte in der Halbzeitpause zu wenig Laufarbeit, zu lustlos und unkoordiniertes Verhalten in der Rückwärtsbewegung. Im Angriff dagegen präsentierte man sich ungewohnt zielsicher. Nach weitem Diagonalpass von Gäbler netzte Höfert mutterseelenallein nur Sekunden nach Wiederbeginn zum 4:1 ein. Der eingewechselte Jan Hermann nutzte seine Einsatzchance, vergab jedoch nach gutem Einsatz von Nagel seine große Torchance kläglich (49.). Auf der Gegenseite sorgte Tino Sobzig für die seltene Entlastung, als er an zwei Gegenspieler vorbei ging, aber wie an Kubik scheiterte (56.). Als Jan Hermann eine mustergültige Flanke in den Strafraum schlug, ließ Kascha eine sehr gute Kopfballchance liegen (60.). Trotz Testspielcharakter hielten kleinere Nickligkeiten den Spielfluss von der Bestform fern, erst kurz vor Ultimo konnten wieder Strafraumszenen gesichtet werden. Während Matt Hacker bei einer scharfen Eingabe einen Schritt zu spät kam, dribbelte sich Nagel Linksaußen in die Gefahrenzone und hatte letztlich Glück, dass der Ball von einem Abwehrspieler ins Tor gelenkt wurde (5:1, 90.). Auf einem hohen Testspielsieg folgte keine hohe Zufriedenheit. Am nächsten Samstag geht es für Pinnow in der Landesklasse in Falkenthal gegen die Aufsteiger Füchse um Punkte.

SV 90 spielte mit: Reiner Kubik, Oliver Werner, Andy Konitzer, Robby Gäbler, Tobias Schmock, Rick Neßler, Patrick Höfert, Tom Schwertner, Christoph Nagel, Thomas Kascha, Philipp Hermann (eingewechselt wurden: Matt Hacker, Jan Hermann, Philip Methke, Max Bartz, Andre Kubik

Sportfest: SV 90 Pinnow - Pinnow - All Stars 8:3

Team Felchow gewinnt das Straßenturnier.
von Rick Neßler

Am vergangenen Samstag fand das alljährliche Sportfest des SV 90 Pinnow statt. Neben dem traditionellen Straßenturnier sorgte diesmal auch ein Abschiedsspiel zur Ehrung verdienter Spieler für Tore und Spannung.

Trotz allen Ärgernisses über Petrus wurden zur Freude aller Zuschauer beide Events pünktlich angepfiffen. Den Anstoß beim Spiel der ersten Männermannschaft gegen die Pinnower All-Stars tätigte Pierre Hintze, der nach 174 Männerspielen und zwei Toren nun endgültig seine Karriere beendet. Seit Monaten hindern ihn diverse Knieverletzungen, sodass er das Spiel nach dem ersten Ballkontakt als Trainer begleitete. Während Hintze als Linksverteidiger u.a. den Pokalsieg 2006 und die Kreismeisterschaft 2009 feierte, zog Marco Konitzer lange Zeit im Pinnower Mittelfeld seine Kreise. Als Leitwolf und Torschütze wurde er einige Jahre vermisst, in denen er in Berlin die Fußballschuhe schnürte. 2010 kam er jedoch zurück und verhalf der jungen Pinnower Mannschaft zu zwei Klassenerhalten in der Landesklasse. Nach über 106 Partien und 16 Toren muss man in Pinnow nun auch ihn ersetzen. Dies gilt ebenso für den früheren Torschützen vom Dienst Silvio Bock. Seine eingebaute Torgarantie konnte er auf Grund mehrerer Positionswechsel in den letzten Jahren nicht mehr zu Tage bringen, war aber als Kapitän und Elfmeterschütze ein verlässlicher Posten. Weitaus mehr Spiele (249) und Tore (99) als die Aufgezeichneten stehen bei ihm zu Buche. Zum Glück des Vereins werden alle drei Akteure ihm treu bleiben und in verschiedenen Aufgabenbereichen weiterhin mitwirken.
Das Abschiedsspiel endete im würdevollen Rahmen mit 8:3 für Pinnow. Sowohl Konitzer, als auch Bock, konnten sich in die Torschützenliste eintragen. Mehrere Spieler wirkten auch im direkten Anschluss beim Straßenturnier mit.

Während in den letzten Jahren vor allem die Apfelallee und der Ahornweg um den Titel stritten, nur der Schmiedeweg 2007 einmal dazwischenfunken konnte, stemmte in diesem Jahr das erstes Team, das nicht aus Pinnow kommt, den Pokal hin die Höhe. Team Felchow siegte in einem Herzschlagfinale knapp, aber auch verdient, vor der Apfelallee. Die insgesamt sieben Mannschaften spielten im Modus jeder gegen jeden, bei neun Minuten Spieldauer auf der Hälfte des Kleinfeldes.
Während das Flutlicht für Licht sorgte, so hielten die Erfrischungsgetränke die Akteure am späten Abend bei der Stange. Viele ehrgeizig geführte Zweikämpfe und eine Vielzahl an Toren versüßten den Zuschauern den Samstagabend. Der Kampf um den prestigeträchtigen Pokal dauerte bis nach Mitternacht. Und obwohl das Team Felchow im entscheidenden letzten Spiel schon mit 1:2 zurücklag, schossen sie Sekunden vor dem Turnierabfiff noch das Siegtor und brachen somit den Bann. Zum ersten Mal holten sie sich den Wanderpokal mit nach Hause. Auf den Plätzen zwei und drei folgten die Apfelallee und die Dorfstraße. Der Ahornweg belegte den vierten Platz, vor dem Team Flemsdorf. Die Mannschaft Two Generations landete vor dem Letztplatzierten, der Straße der Jugend.

Trainingslager, Stralsund: SV 93 Niepars - SV 90 Pinnow 4:3

Sieben Tore, viel Regen und eine Menge Spaß
von Rick Neßler

Es hat mittlerweile Tradition, dass die Fußballmänner des SV 90 Pinnow im Sommer nach Stralsund ins Trainingslager fahren. Bereits zum vierten Mal nahm man die zweistündige Reise auf sich, um drei Tage lang für die bevorstehende Saison zu trainieren. Schon am Freitagnachmittag reiste der Großteil der Mannschaft an, darunter auch einige A-Junioren, die somit an das Team herangeführt werden. .

Jedoch war der Regen ein ständiger Begleiter des Ausfluges. Erst am Samstagabend sollte das Wetter endlich einmal trocken bleiben, so manch ein Akteur dagegen nicht.
Bei eben diesem Niederschlag wurde nach der Ankunft die erste Laufeinheit absolviert. Danach duschten die Spieler nur schnell, denn das nahe liegende Fitnessstudio lud zur knapp zweistündigen Einheit ein. Der ein oder andere entdeckte dabei kaum geglaubte Qualitäten.
Den Freitagabend verbrachte die gesamte Bande im „Mannschaftsquartier“, in einem Sportlerheim, wo Betten und Frühstück für einen angemessenen Preis zu bekommen waren. Nachdem auch die arbeitsbedingten Nachzügler am späteren Abend eintrafen war die Mannschaft komplett. Reise – und Trainingsbedingt geschlaucht lagen fast alle Spieler nicht allzu spät auf der Matratze, schließlich stand am nächsten Morgen nach dem Frühstück eine weitere Trainingseinheit an. Auf Kunstrasen wurden einige Fitness - und Taktikeinheiten durchgeführt. Grillmeister Marco Konitzer gab den Aktiven fortan Stärkung für das Testspiel gegen den SV 93 Niepars am Nachmittag. Trotz anhaltendem Regen wurde die Partie angepfiffen.
Silvio Bock, der in diesem Sommer eigentlich seine aktive Spielerkarriere beendete, stellte sich als Tormann bereit, da der Stammkeeper Reiner Kubik die Malediven dem regnerischen Stralsund vorzog. Die neue Viererkette beinhaltete unter anderem Matthias Bauer, der als einziger Neuzugang das Team in diesem Jahr verstärken soll. In einem chancenreichen Spiel verlor der SV 90 am Ende knapp mit 3:4. Dabei erzielten Tobias Schmock und Marcel Meißner (2) die Tore. Zurückgekommen im Mannschaftsheim gesellten sich die Spieler und der Trainerstab auf engsten Raum zusammen, um beim Kartenspielen gegen Rick Nessler und beim Maxi-Pizza-Essen gegen den Hunger zu verlieren. Als am Abend gar die Sonne durch die Wolken drang, brach man in die Stralsunder Altstadt auf um den Tag gemütlich ausklingen zu lassen. Mit müden Augen und schweren Beinen trainierte man am Sonntagmorgen nochmals, bevor die Abreise bevorstand.

Ein gelungenes Wochenende mit Höhen und Tiefen (Kevin Wilke verletzte sich) bleibt in den Pinnowern Köpfen, die sich recht herzlich bei den Sponsoren Metallbau Betker, der Uckermärkischen Dienstleistungsgesellschaft und der Firma Hasse für ihre Unterstützung bedanken.