Testspiel: Angermünder FC - SV 90 Pinnow 4:4 (2:2)
von Rick Neßler
Kleiner Platz, viele Tore und viel Modder. Das Tauwetter
sorgte für weichen Boden in der Uckermark, und so verlegte man das
angesetzte Testspiel des SV 90 Pinnow (Landesklasse) gegen den Angermünder
FC (Tabellenführer der Ostuckermarkliga) auf einen Ausweichplatz in
Angermünde.
Für den urlaubsreifen Torwart Reiner Kubik hütete Philip Methke, Torwart
und Spieler der Zweiten, den Kasten und für den verletzten Christoph Nagel
rückte Robby Gäbler ins Mittelfeld. In den Anfangsminuten stellten die
Platzherren die bessere Mannschaft. Besonders über ihre
rechte Seite mit
Tobias Schuchert und Paul Bittner legten sie den Grundstein für viele
Angriffe, während die Sturmspitzen Marco Lehmann und Volkan Zafer im
Defensivverbund der Pinnower gut aufgehoben waren. Nicht unverdient erzielte
Bittner in der 12.Spielminute den 1:0 Führungstreffer. Voraus gegangen war
ein Abstimmungsfehler zwischen Methke und Abwehrmann Rick Neßler, sowie ein
harter Einsatz des Angreifers gegenüber dem Tormann. Der SV 90 besann sich
aber nun auf seine Stärken und übernahm die Spielinitiative. Tobias Schmock
versuchte sich oft mit Weitschüssen, ein solcher erreichte abgefälscht
Gäbler, der Tormann Valentin Salzwasser zum 1:1 Ausgleich überlupfte (17.).
Pinnow schaltete keinen Gang zurück und erzielte in der 35.Minute den
verdienten Führungstreffer. Patrick Höfert bediente John Singert auf
Linksaußen und dessen unplatzierter Schuss konnte der engagierte Marcel
Meißner aus spitzem Winkel noch zum Torschießen verwerten (1:2). Bis zum
Pausenpfiff wurde der AFC wieder stärker. Methke hielt zwar gut, aber nach
einem abgefälschten Freistoß konnte auch er gegen Zafers 2:2 Ausgleichstor
nichts anrichten (45.).
Der matschige Untergrund wurde zunehmend unbespielbarer, auch deswegen gab
es in der zweiten Halbzeit vermehrt „Leerlauf“. Erst nach einer Stunde
Spielzeit setzte sich das Spielerische wieder gegen kleineren Nickligkeiten
unter den Kontrahenten wieder durch. Meißner bediente diesmal Singert, der
jedoch nur das Außennetz traf (64.). Nach einer Ecke von dem eingewechselten
Jan Hermann köpfte Kapitän Kevin Wilke zum 2:3 Führungstor ein (72.). Der
SV90 war nun feldüberlegen und ließ Ball und Gegner laufen, erarbeitete sich
sogar Chancen zum Führungsausbau. Doch Meißners Schwächen im Abschluss und
Höferts Pech (Sein 20-Meter Schuss ging nur Zentimeter am Tor vorbei)
hielten die Partie offen. Nach einem, in der Entstehung zweifelhaften,
Freistoß konnte David Lange per Kopf zum 3:3 ausgleichen (83.). Der Gast
präsentierte sich nun taktisch mangelhaft und Angermünde nutzte die großen
Freiräume im Angriff. Der schnelle Bittner erzielte beim 4:3 sein zweites
Tor in diesem Spiel (86.). Der im Strafraum gefoulte Singert und Höfert, der
Salzwasser vom Elfmeterpunkt keine Chance ließ, sorgten für den
versöhnlichen 4:4 Endstand.
Am nächsten Samstag erwartet der SV 90 Pinnow in der Landesklasse Nord zum
Rückrundenstart die Falkenthaler Füchse.
AFC spielte mit: Valentin Salzwasser, David Lange, Robert
Schön, Volkan Zafer, Paul Bittner, Tobias Schuchert, Paul Kielblock, Marco
Lehmann, Marco Wroblewski (Frank Schmidt), Florian Schröter, Oliver Boche
SV 90 spielte mit: Philip Methke, Rick Neßler, Max Bartz,
Oliver Werner, Tobias Schmock, Patrick Höfert, John Singert, Kevin Wilke,
Robby Gäbler, Tom Schwertner (Jan Hermann), Marcel Meißner (Sebastian Engel)
Testspiel: SV 90 Pinnow - 1.FC Finowfurt 1:2 (0:0)
von Rick Neßler
Trotz spielerischer Überlegenheit und einer Vielzahl an
guten Tormöglichkeiten verlor der SV 90 Pinnow sein erstes Testspiel in
diesem Winter auf schneebedecktem Boden gegen den Tabellenführer der
Barnimliga, dem 1.FC Finowfurt, mit 1:2.
Die
erste Partie unter Neu-Trainer Dietmar Steffen brachte die ersten
personellen Änderungen beim Gastgeber mit sich. So agierten vor der
Dreier-Abwehrkette (Max Bartz, Oliver Werner, Rick Neßler) mit Tobias
Schmock und Patrick Höfert zwei defensive Mittelfeldakteure. John Singert
und Kevin Wilke besetzten die Flügel, während Christoph Nagel im Zentrum
spielte. Im Angriff durften sich Marcel Meißner und Tom Schwertner von
Anfang an probieren. Der Gast lief in den Anfangsminuten, zu diesem
Zeitpunkt nur zu zehnt, Gegner und Ball hinterher. Pinnow spielte druckvoll,
nur beim Torabschluss fehlte noch das Quäntchen Glück. Fast jeder
Uckermärker bekam im Laufe des Spiels seine Torchance, doch Singert, Meißner
und Schwertner vorneweg versiebten reihenweise guter Möglichkeiten.
Finowfurt trug seinen Anteil an dem Spiel aber auch bei. Besonders durch den
ballsicheren Fred Hörnicke und bei Standards zeigten die Gäste ihre
Torgefahr. Nach der torlosen ersten Halbzeit kam Pinnow wieder gut aus der
Pausenkabine, doch nun stellte sich Nagel im Mittelpunkt des
Chancenvergebens, oftmals wurde aber auch der letzte Pass zu unkonzentriert
gespielt. Und wie es im Fußball ist kontert der Gast nach einer
Pinnower-Ecke durch Sascha Ehling und Hörnicke konnte seinen Querpass vor
dem Tor zum 0:1 nutzen (60.). Da aus dem Spiel heraus an diesem Tag nichts
gelingen wollte, benötigten die Platzherren einen Freistoß zum Ausgleich.
Höfert schoss den Ball aus 20 Metern gefühlvoll in den Winkel (1:1, 72.).
Nachdem Meißner nochmals eine Großchance nicht zum Torerfolg nutzen konnte
stellte Robert Rückmann mit seinem Kopfballtreffer nach einem Freistoß nahe
der Außenlinie den 1:2 Endstand her. Pinnow belohnte sich für sein
ansehnliches Spiel nicht.
Trainigslager in Oberhof bringt gewünschte Kondition
von Rick Neßler
Zum zweiten Mal fuhr der SV 90 Pinnow ins 450 Kilometer
entfernte Oberhof (Thüringen). Das Wintertrainingslager wird somit wie
Stralsund im Sommer zur Tradition. 16 Akteure, darunter die A-Junioren
Philip Hermann, Max Bartz und Max Skalla, sowie Ex-Führungsspieler Marco
Konitzer bolzten in insgesamt acht Trainigseinheiten an drei Tagen Kondition
für die anstehende Rückrunde.
Der
neue Coach Dietmar Steffen erfreute sich zum ersten Mal die nahezu komplette
Mannschaft unter seinen Fittichen zu haben. Noch
Freitag vor dem Aufstehen ging die Reise in der Uckermark los und nachdem
unterwegs arbeits – und studientechnisch bedingt verhinderte Spieler
aufgesammelt wurden, konnte kurz nach der Ankunft im verschneiten Oberhof
die erste Trainingseinheit stattfinden. Das Hantieren auf schneebedeckten
und in der Oberschicht vereisten Fußballplatz ging sofort in die Knochen.
Noch vor dem Abendbrot konnte unter anderem Ex-Coach Uwe Höfert seine
Zöglinge in der Halle bei Kraft – und Ausdauerübungen bestaunen. Wer beim
reichhaltigen Abendbuffet sich zu viel vornahm, bekam es danach bei der
letzten Einheit am Freitag in der Halle zu spüren. Untergebracht in drei
Bungalows ließen die Spieler bei isotonischen Getränken den ersten
anstrengenden Trainingslagertag ausklingen.
Das sich Max Bartz trotz vorheriger Krankheit noch zum morgendlichen
Waldlauf wortlos meldete (nach diesem aber für den Rest des Wochenendes
flach lag), spricht nicht für Vernunft aber Fußballerherz! Nach dem
Frühstück frohlockte eine knapp zweistündige Pause die Spieler zum „Beine-Hochlegen“.
Denn danach folgte der monotone Langlauf in den Thüringer Wäldern mit
Skiern. Trotz Minusgrade zeigten die Akteure jedoch schwitzend eine bessere
Performance als im letzten Jahr. Noch vor dem Abendbrot wurde nochmals in
der Halle geschwitzt. Danach gab es einen freiwilligen Saunagang, ehe sich
die meisten der Mitgereisten ins Nachtleben stürzten. Coach Steffen nutzte
die Gelegenheit um seine Spieler nicht nur auf dem Platz, sondern auch auf
der Tanzfläche zu beäugen. Einen befreienden Jubel gab es, als bekannt
wurde, dass der frühstündliche Waldlauf anstatt halb erst um acht am Sonntag
stattfinden wird. Die letzte Trainingseinheit nach dem Frühstück auf dem
Fußballplatz unter freiem Himmel stellte einen gelungenen und spaßvollen
Schlusspunkt der diesjährigen Reise dar.
Der Dank geht in erster Linie an die Organisatoren, die wie gewohnt für
einen reibungslosen Ablauf sorgten und den Spieler, die nicht vergaßen, dass
es sich nach getaner Arbeit besser feiern lässt.
Halbserie 11/12 - Rückblick mit Kevin Wilke
von Rick Neßler
Mit 20 Punkten aus 15 Spielen und einem Torverhältnis von
28:32 steht der SV 90 Pinnow fünf Punkte vor einem Abtiegsplatz auf dem
8.Tabellenrang. Kapitän Kevin Wilke äußerte sich nun zur Hinserie.
Hallo Kevin, deine erste Halbserie als Kapitän des SV 90 Pinnow liegt nun
hinter dir. Wie fällt dein Fazit aus und wie schätzt du deine eigene
Leistung ein?
Ich
bin ja in den vergangenen zwei Jahren häufiger als Kapitän eingesprungen und
von daher ist die Situation nicht ganz neu für mich. Es ist natürlich eine
Ehre für mich die Mannschaft meines Heimatvereins Woche für Woche auf`s Feld
führen zu können, aber man sollte die Binde nicht überbewerten. Wir haben
einige Redensführer in der Mannschaft, nur ich bin halt der, der von der ihr
das Vertrauen bekommen hat die Mannschaft nach außen hin zu vertreten.
Mit meiner Leistung bin ich nur teilweise zufrieden. Eine Verletzung am
Anfang der Saison und zum Ende der Halbserie hat mich wieder einmal
körperlich zurückgeworfen. Aber die Mannschaft zeigte gute Leistungen, von
daher bin ich zufrieden! Für mich persönlich bleibt in der Rückrunde noch
Raum zur Verbesserung.
Uwe Höfert erklärte nach über acht Jahren seinen Rücktritt als
Trainer. Was bedeutete das für die Mannschaft und was kannst du über den
neuen Coach Dietmar Steffen sagen?
Für
die Mannschaft war das natürlich ein Schock. Aber es zeichnete sich ab, dass
unser Uwe eine Pause benötigt. Die Mannschaft hat das verstanden und wir
müssen nun mit einem neuen Coach zusammen arbeiten. Uwe hat viel aufgebaut
in unserer Mannschaft und auch Erfolge gefeiert. Die kann uns und ihm keiner
nehmen. Wir blicken auf eine klasse Zeit zurück und freuen uns auf den
nächsten Abschnitt.
Dietmar Steffen war schon einmal Trainer in Pinnow, aber vor meiner Zeit.
Daher kann ich kaum etwas zum jetzigen Zeitpunkt sagen, da ich auch privat
keinen Kontakt mit ihm hatte. Bei seiner Vorstellung erklärte er uns, wie er
sich den Pinnower Fußball unter seiner Regie vorstellt. Ich habe da ein paar
interessante Ansätze raus gehört und freue mich sehr auf die ersten
Trainingseinheiten. Ich denke, dass er auch noch das Gespräch mit mir suchen
wird. Er kann uns mit seiner Erfahrung als ehemaliger Fußballer und Trainer
sicherlich weiter bringen!
Was läuft in der Mannschaft bereits gut und wo gibt es noch
Verbesserungspotenzial?
Wir
haben in der Hinrunde mehr Punkte geholt als gewohnt. Ich denke, das kommt
nicht von ungefähr. Wir haben eine junge Truppe die Fußball spielen kann und
nun 2,5 Jahre Erfahrung auf Landesebene sammeln konnte. Ich finde unser
Spiel ist reifer geworden und die Schwankungen aus der Vergangenheit konnten
größtenteils abgestellt werden. Bis zum Strafraum lässt sich unser Spiel gut
ansehen, aber dann fehlt die letzte Konsequenz. Wir müssen im Abschluss
drauf packen, dann denke ich, dass wir auch den Klassenerhalt frühzeitig
schaffen werden. Auch die Spielerdecke scheint dicker geworden zu sein,
obwohl wir im Sommer Spieler abgegeben haben. Wir haben fast zu jedem Spiel
eine gute Auswechselbank, das fehlte uns in den letzten Jahren noch. Unser
größter Trumpf ist jedoch immer noch der Teamgeist!
Wie bereits im letzten Jahr fährt die Mannschaft Ende Januar nach Oberhof
ins Wintertrainingslager, was bringt das?
Diese
Trainingslager, ob Stralsund im Sommer oder Oberhof im Winter, sind eine
klasse Abwechslung vom Trainingsalltag. Ich freue mich jetzt schon wieder
auf die Skitour! Uns steht mehr Trainingszeit zur Verfügung und man kann den
Schwerpunkt im Training breiter auslegen. Kraft und Ausdauer können besser
geschult werden und man kann andere Trainingsmöglichkeiten wahrnehmen. Auch
das Mannschaftsgefüge wird positiv beeinflusst.
Man kann viel mitnehmen und bekommt auch mal eine andere Umgebung mit. Für
alle die mitkommen wird das ein großer Spaß in Verbindung mit Qual(ität)!
Anmerkung: Mit Matti Glantz (18 Jahre, vom VfL
Vierraden), Bastian Völker (18 Jahre, SG Crussow), Max Bartz (17 Jahre,
eigene Jugend) und Philip Hermann (17 Jahre, eigene Jugend) stoßen vier
junge Akteure in den Männerbereich und bestätigen die von Kevin Wilke
angesprochene dicker werdende Personaldecke.
Allerdings verlässt auch Thomas Kascha (22 Jahre) den Verein und kehrt zu
seinem Heimatclub dem Kerkower SC zurück. Wir wünschen ihm weiterhin viel
Spaß und Erfolg.
Saisonvorschau: Es wird wieder schwierig
von Rick Neßler
Nach
zwei sehr knappen Klassenerhalten (Jeweils mit nur sechs Toren besser) geht
es für den SV 90 Pinnow in das dritte Jahr in Folge Landesklasse.
Die
Hoffnung auf eine bessere Saison, um das Zittern bis zum letzten Spieltag zu
vermeiden, ist auch in diesem Jahr wieder in den Pinnower Köpfen. Ebenso wie
die Erwartung auf Leistungssprünge vieler junger Spieler, deren Potenzial
selten ausgeschöpft wird. Jahr für Jahr beklagt man ebenfalls die
angespannte Personalsituation. Und auch dieses Jahr verließen mit Marco
Konitzer und Silvio Bock zwei wichtige Stammspieler den Kader. Hinzu
gekommen sind Matt Hacker (18, vom Angermünder FC) und Matthias Bauer (20,
vereinslos), die diese Lücke aber nicht schließen können. Vielmehr liegen
berechtigte Hoffnungen auf „Rückkehrer“ Andy Konitzer, der eine sehr lange
Zeit verletzungsbedingt der Mannschaft nicht zur Verfügung stand, sich nun
aber wieder in guter Form zeigte und mit 26 Jahren der älteste Akteur sein
wird. Auch Patrick Höfert (25), der nahezu die komplette Rückrunde 10/11
ausfiel, kann man als Neuzugang werten. Mit Max Bartz (Januar 2012) und
Philipp Hermann (März 2012) stoßen in der Rückrunde talentierte Junioren in
die erste Mannschaft. Sind alle Spieler am Bord, stellt man eine
konkurrenzfähige Truppe. Da aber Sperren, Verletzungen und berufliche
Zeitprobleme, wie bei jedem Team hinzukommen, geht der SV 90 Pinnow abermals
in eine schwierige Saison. In solch eine geht Trainer Uwe Höfert nun schon
zum neunten Mal hintereinander. Sein Abschied aus der Trainerfunktion war
bereits beschlossen, er wurde verabschiedet und verdientermaßen geehrt. Doch
da der Verein keinen neuen Trainer fand, bleibt Höfert weiterhin der Coach.
Auch solche Geschichten passen zu „dem Dorfverein“.
Dass man spielerisch eine der schwächsten Vereine im Land ist, werden die
meisten wissen. Doch bereits in der letzten Saison gingen die Tugenden wie
Kampfeswille, Teamgeist und Heimstärke teilweise verloren. Hohe Niederlagen
gegen Wandlitz (1:4) und Joachimsthal (0:5) mussten die treuen Zuschauer
genauso wie schwache Heimspiele gegen Gransee (0:1) und Gramzow (2:3)
hinnehmen. Entscheidend für den Verbleib in der Liga wird das Abstellen
diesen Trends sein. Es wäre wünschenswert, wenn ein neuer Teamgeist
entsteht, wo alles für den Erfolg des Vereins getan wird – und nicht nur
abseits des Platzes. Als positives Beispiel dazu dient die Aussprache der
Spieler ohne Trainerstab vor dem Heimspiel gegen Boitzenburg (1:0). Auch die
bisher gute Zusammenarbeit mit der zweiten Mannschaft, deren Akteure bei
Personalmangel aufrückten, sollte nahtlos fortgesetzt werden.
So startet der SV 90 Pinnow mit vielen Fragezeichen in das Spieljahr
2011/2012. Gleich zu Beginn erwartet man mit dem Aufsteiger Falkenthaler
Füchse (A), dem VfB Gramzow (H) und Preußen Eberswalde II (A) wichtige
Duelle.
Testspiel: SV 90 Pinnow - SV Uckermark Wilmersdorf 5:1 (3:1)
von Rick Neßler
Im
letzten Test vor der am kommenden Wochenende startenden Saison siegte der SV
90 Pinnow nach einer dürftigen Leistung gegen den Kreisliga-Vertreter SV
Uckermark Wilmersdorf mit 5:1.
Auf beiden Seiten fehlten einige Stammakteure, doch die
Mängel lagen nicht nur im spielerischen Element, sondern mal wieder bei den
Punkten Laufarbeit, Konzentration und Siegeswille. Nach einer kurzen
Abtastphase kristallisierte sich der Favorit aus Pinnow zum
spielbestimmenden Team. Bei sommerlichen Temperaturen konnte Thomas Kascha
in der ersten halben Stunde auf sich aufmerksam machen, als er sich zweimal
Rechtsaußen durchsetzte und somit das 1:0 durch Patrick Höfert vorbereitete
(10.). Tobias Schmock (12.), Kascha (19.) und Rick Nessler (27.) besaßen
zudem gute Weitschussmöglichkeiten, aber Gäste-Tormann Lars Stolpe war auf
dem Posten. Trotz einigen schwerwiegenden individuellen Fehlern und eine,
durch
die
mangelhafte Laufarbeit bedingte, Vielzahl an zu schnellen Ballverlusten
erlebten die Zuschauer eine Fülle an Torchancen. Teilweise wurde die
Pinnower Hintermannschaft mit einem einzigen Pass überfordert, so auch bei
Alexander Wenzels 1:1 Ausgleich, der frei vor Reiner Kubik die Nerven
behielt (20.). Philipp Hermann, A-Junior und neben Kascha die zweite
Sturmspitze, präsentierte sich in guter Form, scheiterte nach einem Solo
aber an Stolpe. (22.). Im zweiten Abschnitt des ersten Durchgangs wurde
Wilmersdorf zwingender. Ronny Sobzig setzte sich gegen Andy Konitzer durch
und traf mit seinem Schuss den Pfosten (26.). Tino Sobzig fand zehn Minuten
später in Kubik seinen Meister. Zu der Frage, ob Pinnows Einstellung positiv
(Ohne Zwang) oder negativ (lustlos) zu beurteilen ist, gab es verschiedene
Meinungen, jedenfalls traf Christoph Nagel ungewohnt eiskalt zum 2:1 (37.).
Als kurz vor der Pause Neßler rechts durchbrach und den Ball in den Rückraum
spielte, konnte Hermann mit einem trockenen 16 Meter Schuss das 3:1 erzielen
(42.).
Trotz Führung hießen die Kritikpunkte in der Halbzeitpause zu wenig
Laufarbeit, zu lustlos und unkoordiniertes Verhalten in der
Rückwärtsbewegung. Im Angriff dagegen präsentierte man sich ungewohnt
zielsicher. Nach weitem Diagonalpass von Gäbler netzte Höfert
mutterseelenallein nur Sekunden nach Wiederbeginn zum 4:1 ein. Der
eingewechselte Jan Hermann nutzte seine Einsatzchance, vergab jedoch nach
gutem Einsatz von Nagel seine große Torchance kläglich (49.). Auf der
Gegenseite sorgte Tino Sobzig für die seltene Entlastung, als er an zwei
Gegenspieler vorbei ging, aber wie an Kubik scheiterte (56.). Als Jan
Hermann eine mustergültige Flanke in den Strafraum schlug, ließ Kascha eine
sehr gute Kopfballchance liegen (60.). Trotz Testspielcharakter hielten
kleinere Nickligkeiten den Spielfluss von der Bestform fern, erst kurz vor
Ultimo konnten wieder Strafraumszenen gesichtet werden. Während Matt Hacker
bei einer scharfen Eingabe einen Schritt zu spät kam, dribbelte sich Nagel
Linksaußen in die Gefahrenzone und hatte letztlich Glück, dass der Ball von
einem Abwehrspieler ins Tor gelenkt wurde (5:1, 90.). Auf einem hohen
Testspielsieg folgte keine hohe Zufriedenheit. Am nächsten Samstag geht es
für Pinnow in der Landesklasse in Falkenthal gegen die Aufsteiger Füchse um
Punkte.
SV 90 spielte mit: Reiner Kubik, Oliver Werner, Andy Konitzer, Robby Gäbler,
Tobias Schmock, Rick Neßler, Patrick Höfert, Tom Schwertner, Christoph
Nagel, Thomas Kascha, Philipp Hermann (eingewechselt wurden: Matt Hacker,
Jan Hermann, Philip Methke, Max Bartz, Andre Kubik
Sportfest: SV 90 Pinnow - Pinnow - All Stars 8:3
Team Felchow gewinnt das
Straßenturnier.
von Rick Neßler
Am
vergangenen Samstag fand das alljährliche Sportfest des SV 90 Pinnow statt.
Neben dem traditionellen Straßenturnier sorgte diesmal auch ein
Abschiedsspiel zur Ehrung verdienter Spieler für Tore und Spannung.
Trotz
allen Ärgernisses über Petrus wurden zur Freude aller Zuschauer beide Events
pünktlich angepfiffen. Den Anstoß beim Spiel der ersten Männermannschaft
gegen die Pinnower All-Stars tätigte Pierre Hintze, der nach 174
Männerspielen und zwei Toren nun endgültig seine Karriere beendet. Seit
Monaten hindern ihn diverse Knieverletzungen, sodass er das Spiel nach dem
ersten Ballkontakt als Trainer begleitete. Während Hintze als
Linksverteidiger u.a. den Pokalsieg 2006 und die Kreismeisterschaft 2009
feierte, zog Marco Konitzer lange Zeit im Pinnower Mittelfeld seine Kreise.
Als Leitwolf und Torschütze wurde er einige Jahre vermisst, in denen er in
Berlin die Fußballschuhe schnürte. 2010 kam er jedoch zurück und verhalf der
jungen Pinnower Mannschaft zu zwei Klassenerhalten in der Landesklasse. Nach
über 106 Partien und 16 Toren muss man in Pinnow nun auch ihn ersetzen. Dies
gilt
ebenso für den früheren Torschützen vom Dienst Silvio Bock. Seine eingebaute
Torgarantie konnte er auf Grund mehrerer Positionswechsel in den letzten
Jahren nicht mehr zu Tage bringen, war aber als Kapitän und Elfmeterschütze
ein verlässlicher Posten. Weitaus mehr Spiele (249) und Tore (99) als die
Aufgezeichneten stehen bei ihm zu Buche. Zum Glück des Vereins werden alle
drei Akteure ihm treu bleiben und in verschiedenen Aufgabenbereichen
weiterhin mitwirken.
Das Abschiedsspiel endete im würdevollen Rahmen mit 8:3 für Pinnow. Sowohl
Konitzer, als auch Bock, konnten sich in die Torschützenliste eintragen.
Mehrere Spieler wirkten auch im direkten Anschluss beim Straßenturnier mit.
Während
in den letzten Jahren vor allem die Apfelallee und der Ahornweg um den Titel
stritten, nur der Schmiedeweg 2007 einmal dazwischenfunken konnte, stemmte
in diesem Jahr das erstes Team, das nicht aus Pinnow kommt, den Pokal hin
die Höhe. Team Felchow siegte in einem Herzschlagfinale knapp, aber auch
verdient, vor der Apfelallee. Die insgesamt sieben Mannschaften spielten im
Modus jeder gegen jeden, bei neun Minuten Spieldauer auf der Hälfte des
Kleinfeldes.
Während das Flutlicht für Licht sorgte, so hielten die Erfrischungsgetränke
die Akteure am späten Abend bei der Stange. Viele ehrgeizig geführte
Zweikämpfe und eine Vielzahl an Toren versüßten den Zuschauern den
Samstagabend. Der Kampf um den prestigeträchtigen Pokal dauerte bis nach
Mitternacht. Und obwohl das Team Felchow im entscheidenden letzten Spiel
schon mit 1:2 zurücklag, schossen sie Sekunden vor dem Turnierabfiff noch
das Siegtor und brachen somit den Bann. Zum ersten Mal holten sie sich den
Wanderpokal mit nach Hause. Auf den Plätzen zwei und drei folgten die
Apfelallee und die Dorfstraße. Der Ahornweg belegte den vierten Platz, vor
dem Team Flemsdorf. Die Mannschaft Two Generations landete vor dem
Letztplatzierten, der Straße der Jugend.
Trainingslager, Stralsund: SV 93 Niepars - SV 90 Pinnow 4:3
Sieben Tore, viel Regen
und eine Menge Spaß
von Rick Neßler
Es
hat mittlerweile Tradition, dass die Fußballmänner
des SV 90 Pinnow im Sommer nach Stralsund ins Trainingslager fahren. Bereits
zum vierten Mal nahm man die zweistündige Reise auf sich, um drei Tage lang
für die bevorstehende Saison zu trainieren. Schon am Freitagnachmittag
reiste der Großteil der Mannschaft an, darunter auch einige A-Junioren, die
somit an das Team herangeführt werden. .
Jedoch
war der Regen ein ständiger Begleiter des Ausfluges. Erst am Samstagabend
sollte das Wetter endlich einmal trocken bleiben, so manch ein Akteur
dagegen nicht.
Bei eben diesem Niederschlag wurde nach der Ankunft die erste Laufeinheit
absolviert. Danach duschten die Spieler nur schnell, denn das nahe liegende
Fitnessstudio lud zur knapp zweistündigen Einheit ein. Der ein oder andere
entdeckte dabei kaum geglaubte Qualitäten.
Den Freitagabend verbrachte die gesamte Bande im „Mannschaftsquartier“, in
einem Sportlerheim, wo Betten und Frühstück für einen angemessenen Preis zu
bekommen waren. Nachdem auch die arbeitsbedingten Nachzügler am späteren
Abend eintrafen war die Mannschaft komplett. Reise – und Trainingsbedingt
geschlaucht lagen fast alle Spieler nicht allzu spät auf der Matratze,
schließlich stand am nächsten Morgen nach dem Frühstück eine weitere
Trainingseinheit an. Auf Kunstrasen wurden einige Fitness - und
Taktikeinheiten durchgeführt. Grillmeister Marco Konitzer gab den Aktiven
fortan Stärkung für das Testspiel gegen den SV 93 Niepars am Nachmittag.
Trotz anhaltendem Regen wurde die Partie angepfiffen.
Silvio Bock, der in diesem Sommer eigentlich seine aktive Spielerkarriere
beendete, stellte sich als Tormann bereit, da der Stammkeeper Reiner Kubik
die Malediven dem regnerischen Stralsund vorzog. Die neue Viererkette
beinhaltete unter anderem Matthias Bauer, der als einziger Neuzugang das
Team in diesem Jahr verstärken soll. In einem chancenreichen Spiel verlor
der SV 90 am Ende knapp mit 3:4. Dabei erzielten Tobias Schmock und Marcel
Meißner (2) die Tore. Zurückgekommen im Mannschaftsheim gesellten sich die
Spieler und der Trainerstab auf engsten Raum zusammen, um beim Kartenspielen
gegen Rick Nessler und beim Maxi-Pizza-Essen gegen den Hunger zu verlieren.
Als am Abend gar die Sonne durch die Wolken drang, brach man in die
Stralsunder Altstadt auf um den Tag gemütlich ausklingen zu lassen. Mit
müden Augen und schweren Beinen trainierte man am Sonntagmorgen nochmals,
bevor die Abreise bevorstand.
Ein gelungenes Wochenende mit Höhen und Tiefen (Kevin
Wilke verletzte sich) bleibt in den Pinnowern Köpfen, die sich recht
herzlich bei den Sponsoren Metallbau Betker, der Uckermärkischen
Dienstleistungsgesellschaft und der Firma Hasse für ihre
Unterstützung bedanken.
